Hebstferien 2013: Nordsee

Entschleunigt die Nordseeküste bei Wind & Sonnenschein

Gemeinsam mit unseren Magirusfreunden Britta & Peter sind wir von Emden "entschleunigt" die Nordseeküste entlang gefahren. Neun entspannte Tage bei teilweise durchaus kräftigem Wind, aber mit durchweg viel Sonne.

Auf der Karte haben wir unsere Nachtcamps makiert. Die Parkplätze sind während der Saison nicht empfehlenswert. In den Niederlanden wird man in den Sommermonaten fast überall Abends des Weges verwiesen. Bei unserer Tour waren die meisten Campingplätze glücklicherweise bereits geschlossen und unser wildes stehen wurde tolleriert.

 

Wie schon auf unseren anderen Touren "unterm Meeresspiegel" durch die Niederlande, können wir nun auch sagen, der Herbst rentiert sich ebenfalls. Wir wünschen viel Spaß beim lesen unseres Berichtes

Im Bereich "Globetrotten" steht noch eine Bildergalerie bereit unter "Nordsee - Herbst 2013"


Emden - Kappen - Pilsum - Greetsiel

Bei sternenklarem Himmel und Vollmond ging es kurz vor Mitternacht los. Ohne technische Probleme oder Stau schnurrte MobyDick durch die Nacht Richtung Norden. Mit einer kleinen Pause erreichten wir gegen 06:00 Uhr Emden. Noch schnell zum Bäcker und meinen Frauen die Stadt gezeigt, weiter zum Borkumkai.

 

Frieda spring aus dem Bus, hält kurz inne und saust dann wie angestochen hin und her, bis Sie den Bus von Peter & Britta entdeckt. Alle Seiten werden intensiv beschnuppert, dann kommt Sie zurück und legt sich vor unseren Bus und läßt sich zufrieden den Wind um die Nase ziehen.

Da es noch dunkel ist und alles schläft, hauen auch wir uns noch zwei Stunden aufs Ohr, bevor wir gemeinsam frühstücken und die Aktivitäten für den Tag festlegen.

 

Peter und Britta wollen gemütlich Richtung Greetsiel bussen. Wir noch mal kurz durch Emden. Treffpunkt Nachmittags in Greetsiel. Wir erledigen unsere Dinge in Emden und kaufen erst einmal Fischbrötchen und Kibbeling. Dann geht es die Küste entlang Richtung Greetsiel.

 

Bei Kappen wechseln wir auf gepflasterte Feldwege und werden von Peter & Britta entdeckt, die bei Kappen am Leuchtturm stehen. Gemeinsam schauen wir uns zwei Stellplätze von früher anbesprechen,, ob man dort noch stehen kann und besichtigen Greetsiel. 

Zum Schlafen geht es ein paar Kilometer ausserhalb an das Deichdenkmal Diekskiel (Bild 3). Hier stehen wir nun einsam und ruhig auf dem Deich bei Friesentee und spielen & klönen durch den Abend.

 

Was ein schöner erster Tag, sind wir schon vollkommen "entschleunigt" und freuen uns auf morgen, wenn es Richtung Holland geht.


Greetsiel - Groningen - Harlingen

Nachdem es die Nacht regnete begann der Morgen trocken mit ansätzen von blau am Himmel. Gemütlich ging es nach dem Frühstück zur schiefen Kirche von Ostfriesland und dann weiter Richtung Groningen.

Groningen nutzen wir zu einem Stadtbummel. Parken konnten wir quasie mitten in der Stadt, seitlich von einem Wohn- & Kulturprojekt aus Baucontainern. Der Innenstadtbereich ist riesig und hat mehrere Fußgängerzonen. Nach knapp drei Stunden bummeln und suchen nach Fischbrötchen sind wir gestärkt vom Automatenrestaurant aufgebrochen, um an der Küste ein Nachtquatier zu finden. Das ganze genau richtig, mit starten des Motors begann ein kurzer aber heftiger Platzregen.

Knapp 80 km fuhren wir bis zum Abschlußdeich bei Harlingen. Zuerst ein kurzes Stück Autobahn, dann Landstraße meistens Kerzen gerade aus entlang nicht enden wollender Felder und Wiesen. Am Abschlußdeich direkt haben wir nichts gefunden, so daß wir nun in Harlingen am Hafen stehen.

 

Hier bleiben wir die Nacht. Es gibt eingelegte Matjes aus Emden mit kartoffeln & Pumpernikel. Lilli verleibt sich eine große Portion Kibbeling ein. Und wie die letzte Nacht auch, beginnt es zu regnen, als wir uns zur Ruhe legen. Diesmal regnet es nicht nur, sondern windet auch ganz schön. So stehen wir gut geschützt abseits von ein wenig Weißware.


Harlingen - Abschlußdeich- Egmond an Zee

Der Regen hat über Nacht auffgehòrt, der Wind nur teilweise nachgelasssen. Einige der Flachbodensegler ziehen aus dem Hafen. Wir frühstücken und machen uns noch einmal in den Ort, um dem Treiben im Hafen ein wenig bei zu wohnen.

Zwischen 11:00 und 12:00 Uhr brechen wir auf, um über den Abschlußdeich zu fahren und zu schauen, wo wir bleiben werden. - Am Meer soll es sein, am besten irgendwo in den Dünen. Was wir auch gleich am Anfang finden. Gestern knapp 300m zu früh umgedreht, sehen wir heute eine einladene Landzunge am Anfang vom Abschlußdeich, wo schon einige Camper stehen. Wir schauen uns das kurz an und fahren dann weiter Richtung Den Helder.

 

Von hier aus geht es, begleitend mit den Schildern "Camping verboten", an der Küste entlang. Stellplätze & Camping sind geschlossen, oder wollen keine Hunde, so dass wir uns entschließen auf einem Parkplatz in den Dünen bei Bakkum zu nächtigen. Den Sonnenuntergang verbringen wir am Strand. Abends kommt die Polizei vorbei, bleibt im Abstand von uns fast eine Stunde stehen und beleuchtet uns zwischendurch mit dem Suchscheinwerfer. Dann fahren sie wieder und wir verbringen eine Nacht inmitten der Dünen.

Die Nacht war ruhig, abgesehen vom Wind. Heute Morgen steht die Sonne am Himmel. Das sieht nach einem herrlichen Strandtag aus.

 

Wir legen erst einmal Waschtag ein und duschen im Bus.  Nach dem Frühstück geht es zum Strand. Es ist ziemlich viel Betrieb und das Kassenhäusschen ist ebenfalls besetzt.  Aber in unserer Ecke hinter den Dünen bleibt es ruhig. So gesellen wir uns dem  Strandleben bei, spazieren den endlosen Sandstrand entlang und kehren zum Schluß in eine urige Strandbar ein.


Bakkum - Katjwik - Rotterdam-Maasvlakte

So gut hat uns der Tag am Strand gefallen, dass wir entscheiden noch eine Nacht zu bleiben. Ob das geduldet wird auf dem Platz hinter den Dünen wird sich zeigen. Peter kümmert sich um seinen "Ölgeruch" und erneuert seine Ventildeckedichtungen. Wir, der Rest, schnappen die Räder und radeln nach Bakkum. Dort werden die Vorräte aufgefüllt und für das Abendessen Muscheln eingekauft.

 

Gestört oder gar fortgejagt werden wir die Nacht nicht. Morgens durch die Lichtschranke, der Schlagbaum öffnet sich wie von Geisterhand und wir sind auf dem Weg Richtung Rotterdam. Immer eine Straße nah am Damm halten wir zuerst in Zandvoort zur Aufnahmen von frischen Fisch & Kibbeling, danach noch einmal kurz in Katwjik, bevor wir uns Rotterdam nähern.

Obwohl in Rotterdam im Zentrum zwei Parkplätze auf uns warten, fahren wir erst einmal am Zentrum vorbei in Rotterdams Hafen. So ziemlich nach dem "Nichts" mächtig Seitenwind und der nicht enden wollenden Hafenanlage kommt Maasvlakte.

 

Hier am Damm in den Dünen treffen sich die Kite-Surfer und das nicht ohne Grund; unsere Mäggis schaukeln im Wind und der Luftdruck in den Türen ist schwächer als der Wind, der vom Meer her bläst. Als der Parkplatz sich lehrt, können wir die Busse so parken, dass wir uns etwas Windschutz geben können. Und unsere letzte Nacht in den Dünen ist gesichert.

 

Morgen Vormittag geht es nach Rotterdam ins Zentrum. Dort warten zwei Parkplätze auf uns. Außerdem unsere Magirusbekanntschaften aus Kroatien. Powershopping für die Frauen und Fachsimpeleien für die Männer.


Rotterdam - Halbzeit in der Großstadt

Der Wind hat uns in den Schlaf gewogen. Dazu die Brandung. - einmalig schön, oder war es das Windrad neben dran?

 

Morgens war der Sturm weg und auch gleich alle Wolken. Bei strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel gings nach Rotterdam Centrum. Herzliches Wiedersehen mit Marianne & Bart. Und es gab wirklich zwei freie Plätze für uns.

 

Nach wiedersehensfreude und smalltalk sind wir in die Stadt. Die Mädels wie angekündigt zum Powershopping, der Rest zu Sightseeing. Nach soviel Natur der letzten Tage ziemlich beeindruckend die Größe von Rotterdam.

 

Abends sitzen wir gemütlich zusammen, bis wir müde in unsere Busse fallen.


Rotterdam - Ruemond - Köln

Nun stehen wir in Köln vor der Zoobrücke direkt am Rhein. Britta ist auf Ihrem Seminar für Flugmedizin, Lilli, Frieda und ich genießen den Morgen, der nach nächtlichem Regen wieder mit Sonnenstrahlen beginnt. 

 

Mit Marianne & Bart haben wir noch in Rotterdam gemeinsam gefrühstückt, bevor es für die eine Britta weiter die Nordseeküste entlang geht und uns Richtung Köln. Das war schön in Rotterdam Marianne & Barth wieder zu treffen. Und ich bin sicher , das Klib & Frieda sich auch gefreut haben. ♡

Gestern Nachmittag sind wir noch ins Städtchen gelaufen. Gut 20 min. Bis zum Dom! Ein wenig bummeln und durch die Altstadt, wo ein ehemaliger Fsj'ler auf uns gewartet hat. Mit Julian gings zuerst in die "ständige Vertretung" und dann in den Klimperkasten am alten Markt. Wow, ist in der gesamten Altstadt eine Stimmung, obwohl das Bier nur in Reagänzgläsern serviert wird.

 

Britta bekam Malzbier vom Küfers vorgeschlagen, als Sie nach dunklem Bier fragte und ich dachte, wären wir wohl besser in Düsseldorf stehen geblieben :-) . Ein super Abend, der auf dem Rückweg mit leichtem prasselnden Regen auf unserem Dach endete.


Köln tagsüber - Weilburg - Heimfahrt

Nachmittags besucht uns am Rhein noch ein Freund. Wir trinken Kaffee und quatschen, bevor wir nach Kalk aufbrechen um Britta vom Seminar abzuholen. Wir quatschen mit den Kollegen in der Einsatzzentrale noch ein wenig. Da muss Britta gleich mal ran und mit Ihrem Grieschich aushelfen und bei einer medizinischen Abklärung dolmetschen. - Nach erfolgreichem Lehrgang gleich mal Qualität gezeigt, so kenne ich meine Frau.

 

Trotzdem haben wir uns gesputet los zu kommen. Es gab ja noch ein letztes Ziel: Weilburg. Und als wenn es unser MobyDick gespürt hätte schnurrte er bei 2700 U/min mit knapp 105 km/h die A3 Richtung Limburg. 19:30 Uhr dieseln wir in Weilburg ein. Das erste Lagerfeuer brennt schon und eine beachtliche Zahl an Bussen hat sich zum Saisonabschluß eingefunden. Knapp 32 Busse.

Nach einer entschleunigten Bustour an der Nordsee ist Joe´s Saison Abschluß ein perfekter Abschluß für unsere Herbstour. Viele Bekannte & Reisefreunde sind ebenfalls da. Es ist trocken und angenehm warm am Lagerfeuer, so dass wir bis tief in die Nacht am Lagerfeuer klönen. Sonntag Morgen gibt es frische Brötchen im Sonnenschein.  Gegen elf zieht es sich zu. Passend um die Tanks zu leeren, "klar Schiff" zu machen und die letzte Etappe Richtung Heimat zu bewältigen.

 

Das war es für dieses Jahr mit dem "Bussen". Vielleicht zieht es uns über ein Wochenende auf eine Städtetour zum Weihnachtsmarktbummel. Schauen wir mal. Morgen startet erst einmal wieder die Schule und die Arbeit ruft zur nächsten Tour. :-) 


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Kommentare: 1
  • #1

    B. Schütz (Donnerstag, 31 Oktober 2013 00:31)

    Hallo, unser erster Reisebericht, den wir direkt & zeitnah geschrieben haben, quasie live während der Tour. Wir wünschen iel Spaß beim lesen.