Abendessen in Miami - Inselüberquerung DomRep

Es sollte von Frankfurt über Düsseldorf nach Puarto Plata in der Dominikanischen Republik gehen. Der Flug nach Düsseldorf wurde gestrichen. Nach etwas hin & her fanden wir eine Verbindung mit Zwischenstopp und Übernachtung in Miami. Dort angekommen und knapp einer Stunde warten auf ein Taxi ging es durch die Hochhausschluchten Miamis zum Hotel und zum leckerern Burgeressen. Die Bedienung empfahl uns ein Weizenbier "special of the house", das leider gar nicht unserem Geschmack entsprach und nach Lychi schmeckte.

Am nächsten Morgen, aufstehen, frühstücken und wieder zum Flughafen. Check In bei American Airline und ab in die Dominikanische Republik. Ohne Sicherheitskontrolle, nein Benny musste in Miami die Vakuummatratze als "Oversize" aufgeben und  wurde mit der Vakuummatratze bei der Einreisekontrolle in Puerto Plata kurz festgehalten, fuhren wir ins Hotel, schmissen unser Gepäck in die Zimmer und mußten gleich weiter ins Krankenhaus. Der erste Eindruck vom Hotel: hier kann man es aushalten, alles sauber und die Zimmer haben Blick auf den Strand.

Das Hospital hat internationalen Standart, liegt knapp 10 min vom Hotel entfernt. Der Patient freut sich, dass es morgen heimgeht, wir sind von seinem Zustand noch nicht so begeistert. In Zusammenarbeit mit dem Hospital machen wir den Patient transportfähig, lassen die Blutwerte nochmals überprüfen und besprechen den Transportablauf für den nächsten Tag. - Aus Deutschland bekommen wir die Nachricht, daß zu unserer Ankunft der Winter mit heftigen Sturm Einzug halten soll. Zur Sicherheit klären wir noch ein Krankenhaus in der Nähe vom Frankfurter Flughafen ab, sollte der Weitertransport nach Norddeutschland nicht möglich sein.

 

Nachdem wir alles vorbereitet haben, ging es mit dem Taxi zurück ins Hotel und auch hier überraschte uns das Wetter mit aufziehenden Wolken, so dass der Strand für den Abschluß des Tages ausfiel. Aber, leckeres Abendbuffet gab es.

 

Morgens hat uns nicht der Wecker aus dem Schlaf gerissen, sondern heftiger Regen. Schnelles Frühstück und ab ins Hospital. Wir müssen die Insel überqueren um unseren Heimflug mit Condor pünktlich zu erreichen. Unser Patient ist bereits Reisefertig und die Ambulance kommt pünktlich um halb neun. Wir verzurren unseren Patienten in der Vakuummatratze und dann geht es los, knapp 5 Stunden benötigen wir von Puerto Plata nach Santa Domingo.

Am Flughafen begann die übliche Prozedur. Die Sanis wollen ausladen und zurück. Die Fluggesellschaft möchte uns schnell wieder los werden und die Sicherheitskontrollen und Ausreiseformalitäten wollen bewältigt werden. Glücklicherweise läuft alles mit karibischer Gelassenheit, bis auf den Check Point zum Vorfeld, um direkt an die Maschine zu kommen. Hier möchte man uns nicht durchlassen. Unsere dominikanischen Medics werden belehrt und schikaniert, uns ignoriert man und ziemlich selbstsicher macht die Sicherheitskontrolle klar, dass wir nicht aufs Vorfeld zur Maschine durchgelassen werden, weil die Fluggesellschaft das nicht rechtzeitig beantragt hat.

 

Als zum Schluß verstanden wird, dass man uns durchlassen muss, wahrt das Sicherheitspersonal sein Gesicht, indem es jedes einzelne Modul unserer Ausrüstung kontrolliert,  inklusive der kompletten Ausrüstung der Ambulance, bevor wir durchgelassen werden und unser Patient mit Hilfe eines Cateringfahrzeug am Heck der Maschine hochgehoben wird, damit wir nicht die Treppen nutzen müssen.

Mit einer freundlichen Condorcrew ging es zurück nach Deutschland. Gespannt ob die drohenden Nachrichten über das Wetter sich bewahrheiten. - Glücklicherweise nicht, ein nettes Rettungswagenteam aus Hamburg erwartet uns an der Flughafenklinik. Wir stornieren das Krankenhausbett in Wiesbaden. Unser Patient kann wie gewünscht heimatnah versorgt werden und wir fahren zufrieden, mit vielen neuen Erlebnissen nach Hause. Da beginnt es dann auch, wie angekündigt,  zu schneien.


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