Weihnachtswoche - erst Moers, dann in die Sonne nach Kuba

Wie die Woche davor, alles recht ruhig und ungemütliches Wetter. Nachdem wir am Freitag einen Patienten aus der Ambulanzmaschine des ADAC nach Moers verlegt haben, ging es am 21.12 Richtung Kuba/Varadero. Hochsaison, unser Reisebüro bekam noch gerade zwei Zimmer, kurz bevor wir über Paris nach Havanna geflogen sind.

Von Havanna ging es gleich knapp 180 km weiter nach Varadero. Hier warteten unsere Patienten sehnlichst auf unsere Ankunft. Mit der Reiseleitung nahmen wir noch auf der Fahrt Kontakt auf. Sie berichtete uns, dass alle Patienten das Krankenhaus wegen der Versorgungslage verlassen haben und in einem Hotel mit Krankenstation betreut werden. Auf Grund der späten Uhrzeit verlegten wir unsere erste Visitation auf den nächsten Vormittag.

Beim Abflug in Frankfurt waren es knapp 3 Grad. Morgens in Varadero wurden wir mit Sonnenschein und annähernd 30 Grad geweckt. Nach dem Frühstück ging es direkt zu unseren Patienten. Gefreut hatten wir uns auf ein cooles Oldsmobil als Taxi. Unser Hotel bestellte uns einen fahrbaren Helm. Mit gemischten Gefühlen verstauten wir in das ulkige Gefährt unsere Ausrüstung und tatsächslich brachte uns der Helm auf Rädern ins Patientenhotel.

 

Hier wurden wir bereits von der Hoteldirektion und Reiseleitung empfangen. Gemeinsam mit dem Personal der Krankenstation visitierten wir unsere Patienten, eine vierköpfige Familie, die bei der Anreise nach Varadero einen Reisebusunfall hatten. Die Diagnostik und Vorbehandlungen der Klinik waren, wie erwartet, nicht sonderlich kompetent. Gute vier Stunden waren wir damit beschäftigt, unsere Patienten zu untersuchen, behandeln und auf den anstehenden Transport vorzubereiten. Schlußendlich leiteten wir eine angemessene Schmerztherapie ein und organisierten anschließend den Abtransport zum Flughafen mit Hilfe der Reiseleitung.

 

Der Nachmittag nutzten wir zur Pflege unseres Jetlags am Strand unseres Hotels, bevor wir am Abend erneut unsere Patienten visitierten.

Diesmal haben wir auf den bereitstehenden "fahrenden Helm" verzichtet und eines der Oldsmobiltaxis genutzt, um unsere Patientenfamile aufzusuchen. Dieser ging es nach unserer ersten Visitie bedeutend besser. So konnten wir unserem Auftraggeber berichten, dass alle vier Patienten am 24.12. nach Hause bzw. ins heimatnahe Krankenhaus in Deutschland verlegt werden können.

 

Wir haben anschließend auf das Abendbuffet im Hotel verzichtet. Stattdessen sind wir in Varadero einheimisch essen gegangen, bevor es zurück in unser Hotel ging. Den nächsten Vormittag konnten wir uns noch ausruhen, bevor es gegen halb drei mittags zu unseren Patienten ging, um den Abtransport nach Havanna zum Flughafen vorzubereiten.

Insgesamt drei Stunden Fahrt bis Havanna, dann das Prozedere am Flughafen Havanna, das ebenfalls knapp drei stunden dauerte und warten bis zum Abflug nach Frankfurt. Der Flug selber dauerte auch nochmal neun Stunden. Insgesamt fast 24 Stunden Transport, bis unsere Patienten in Hannover waren und nach deutschem Standart endlich versorgt werden konnten.

Ein kurzer Ausflug nach Kuba, mit der Gelegenheit, dem Streß der Weihnachtsvorbereitungen zu entfliehen. - Das ganze eine Repatriierung einer Familie, die das Jahresende wohlverdient in der Sonne am karibischen Strand verbringen wollte.

 

Der Urlaub endete bereits vor der Ankunft im Hotel. - Mit Sicherheit ein Auftrag, der uns in Erinnerung bleiben wird, wie der Familie selber. Ein sehr intensiver, gefühlvoller und besonders liebenswerter Einsatz.

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