1. Tag - Anreise in den Schwarzwald - Bad Herrenalb

Heute Morgen um kurz nach 07:00 Uhr ging es erst noch zum TÜV. - Ohne Mängel bestanden, sogar die ASU klappte im ersten Anlauf. Noch schnell Wasser gebunkert, dann ging es kurz vor 11:00 Uhr auf die Autobahn. - Staufrei, mit neuer TÜV-Plakette schnurrte unser MobyDick Richtung Bad Herrenalb. Knapp 2 Std. Fahrt. Magirus81(Britta&Peter) waren schon dort.

Der Stellplatz ist gleichzeitig der Parkplatz der Siebenthälertherme, Zentrumsnah. Es gibt eine Entsorgungsstation und eine Stromsäule für 4 Wohnmoble. Strom kostet pro Kw 0,5 €. Platzgebühren hatten wir mit zwei Erwachsenen und einem Kind 9,10€.

Das Örtchen ist nichts besonderes. Ein Kurpark ein Klosterweg (alter Stadtkern) und einige Geschäfte, die Samstag Nachmittag bereits geschlossen haben. - Wir haben unser Wiedersehen und den Beginn der Schwarzwaldtour im Cafe am Ort mit Schwarzwälder Kirsch Torte und anderen Kuchen begonnen. Danach noch ein wenig das Örtchen erkundet und zurück zu unseren luftgekühlten Mäggis.

Ich habe mich in die Therme gemacht um in der Sauna den alltagsstress nieder zu legen. Der Rest der Reisetruppe blieb im kuschligen Fahrzeug. Die Therme ist nichts besonderes. Zwei 60 Grad Saunen, sowie eine 90 Grad Sauna und ein Dampfbad. Diverse Anwendungen, Wassertrampelpfad etc. Nett und sauber, klein und fein. Highlight allerdings war der Whirlpool auf dem Dachgarten. Hier genoss ich, das wenig los war, ein leckeres Weizenbier im Brausepool mit Blick auf unsere Wohnbusse auf dem Stellplatz. - So kann der Urlaub beginnen.

Wettertechnisch - Abends gibt Tee mit Rum 8| 

2. Tag: Bad Herrenalb – Fahrzeugmuseum Marxzell – Mummelsee

Sonnenschein ! Am Morgen lacht uns die Sonne aus einem weitgehend blauen Himmel an. Wir frühstücken gemütlich, vertreten uns danach noch einmal in Bad Herrenalb etwas die Beine, und entscheiden dann den ersten Tipp umzusetzen und das Fahrzeugmuseum zu besuchen. Mit dem Magirus von Britta & Peter fahren wir die knapp 10 km nach Marxzell.

Das Museum ist direkt an der Straße und nicht zu verfehlen. Alles mögliche steht rings um die Museumsgebäude herum Dampfwalzen, Lokomotiven, Straßenbahnen, Standmotoren, Fahrzeugfronten hängen an den Häuserwänden. Leider öffnet das Museum erst um 14:00 Uhr, so das wir noch ein wenig durch den Wald spazieren. – Aber das warten hat sich gelohnt. Nicht beschreiblich was einen in den Räumlichkeiten erwartet. Fahrräder Puppenwagen, Krimskram, Feuerwehrfahrzeuge, bis hin zu Hubschrauber und vielen anderen Kuriositäten. – Ein absolut empfehlenswerter Tipp, bei dem es auch beim dritten oder vierten Besuch nicht langweilig werden wird.

Nach unserem Museumstrip geht es zurück nach Bad Herrenalb. Es wird noch etwas Wasser gebunkert und dann geht es los zur Schwarzwaldhöhenestraße. Wir kurven mal Berg auf, mal Serpentinen Berg ab. Vor uns ist nie Stau, der bleibt die ganze Zeit immer hinter uns. Auf knapp 1000 Höhenmetern stoppen wir am Mummelsee. – Wie im Reiseführer beschrieben, ein kleiner See mit Tourihütten wo es allerlei Andenken und Dingen ohne die Welt nicht leben kann gibt, entscheiden wir uns auf einem Parkplatz seitlich des Sees zu übernachten. Mit Einbruch der Nacht begann auch der Regen, - Wir haben es uns gemütlich gemacht mit Spagetti, Bier und Kirschwasser, und klönten den Abend zusammen.
3. Tag Mummelsee – Freudenstadt – Schiltach

Die Nacht verging, der Regen blieb, bzw. standen wir in den Wolken und hatten kaum eine Sicht von 50 – 75 m. Wir frühstückten erst einmal und brachen dann langsam Richtung Freudenstadt auf. Es ging noch eine ganze Weile zwischen 900 und 1000 m Höhe weiter. Leider blieben die Sichtverhältnisse so, dass wir um uns herum gar nichts erkennen konnten.

In Freudenstadt angekommen lichtete sich das Wetter ein wenig. Wir besichtigten die Stadt mit dem größten Marktplatz. Deutschlands. Es gibt direkt am Marktplatz kostenfreie Busparkplätze und auch am Landratsamt. Nach Stellplätzen haben wir nicht geschaut, da es Nachmittags für uns zum nächsten Tipp ging.

Schiltach soll eine der schönsten Fachwerkstädte sein. Hier wollen wir die nächste Nacht stehen. Der Weg ist nicht weit, aber wunderschön geht es durch Schwarzwaldtäler. Nach knapp 30 km sind wir am Ziel. Schiltach liegt am Fuße der Kinzig und erhebt sich das Tal hinauf. Das sieht schon sehr beeindruckend aus, und es ist im Reiseführer richtig beschrieben. Ein wunderschönes Fachwerkstädtchen. Es gibt einen Stellplatz am Bahnhof. Hier ist auch ein Campingplatz. Unsere Empfehlung ist allerdings im Ort den Parkplatz Nr1 anzusteuern. Hier ist freies Stehen für Wohnmobile. Die Einfahrt ist etwas eng. Dafür liegt der Stellplatz direkt an der Kinzig mit einem wunderschönen Blick auf das Örtchen. Strom & Wasser wird kostenfrei von der ansässigen Gerberei und Trachtenmodengeschäft zur Verfügung gestellt.

Wir inspizieren das Örtchen kurz, und entscheiden, dass wir heute Abend lecker essen gehen und am Dienstag den Ort intensiv in Augenschein nehmen.
4. Tag Schiltach

Heute ist Faulenzen angesagt. Zumindestens teilweise. Nach einem ausgedehnten Frühstück, dass wir draußen im Sonnenschein warnehmen konnten, ging es in das Örtchen. Wirklich jedes Haus ist wunderschön herausgeputzt. Es gibt kleine Gässchen und viele Treppen die durch den Ort führen. Über dem Ort gibt es eine Burgruine. Von hier aus hat man einen sagenhaften Blick über das gesamte Tal. Der Ort selber ist unterteilt, in die historische Altstadt hinter den Stadtmauern und dem Flösser & Gerberviertel vor der Stadmauer an der Kinzig. Hier gibt es auch ein kleines Museum das keinen Eintritt kostet, und die Flösserei, Geberei und ein Sägewerk erklärt.

Den Rest des Tages haben wir nichts weiter gemacht, ausser das schöne Wetter zu genießen.

Der Stellplatz ist sehr schön gelegen. Die Einfahrt ist etwas eng. Aber wir kamen durch ohne zu rangieren.
5.Tag Schiltach – Triberg – Freiburg

Gestern Abend hat sich noch ein Franzose zu uns gesellt auf dem Stellplatz in Schiltach. Wir sind nach dem Frühstück aufgebrochen Richtung Freiburg. Erster Stopp auf dieser Etwappe sind die Wasserfälle bei Triberg. Der Ort selber ist ganz auf Touris abgestimmt. Und auch den Wanderweg zu den Wasserfällen muss man bezahlen. Dafür sind die Wasserfälle recht schön zu betrachten. Durch Brücken und Stege kommt man ganz nahe heran. Nach dem Stopp in Triberg geht es weiter Richtung Freiburg. Wie schon auf dem Weg zwischen Schiltach und Triberg gibt es auch auf dem weiteren Weg nach Freiburg viel in der Landschaft zu bewundern. Eine ganze Zeit geht es wieder kleine Straßen auf fast 1000 m Höhe entlang.

In Freiburg angekommen steuern wir den großen Stellplatz an. Hieer gibt es neben Entsorgung Strom & Frischwasser, auch W-Lan. Kosten pro Nacht 8 Euro Strom wird spitz pro KW abgerechnet (0,5€). Toiletten gibt es keine. Der Stellplatz kann über 60 Wohnmobile fassen. Nachmittags war er zu ¾ belegt. Als wir Abends aus der Innenstadt zurück kamen war dieser voll. Die Innenstadt ist knapp 19 min entfernt. Es gibt Bus & Straßenbahnanbindung. Der Stellplatz ist betreut.
5. Tag Freiburg

Heute Vormittag nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen. Britta & Peter fahren langsam wieder Richtung Heimat. Wir werden noch einen Tag in Freiburg bleiben und dann weiter in die Schweiz „bussen“. – Bin schon gespannt ob wir dort Mautfrei fahren können.

Heute Morgen gab es auch die erste kleine Panne. – Die 12V Versorgung am Armaturenbrett war ausgefallen. Nach kurzen verfolgen der Stromkabel konnte aber schnell Abhilfe geschaffen werden. Lediglich mit den Batterien im Aufbau haben wir noch etwas sorgen. Trotz Ladegerät lassen die sich nicht voll aufladen. – Schauen wir mal und beobachten das ganze weiter.

Der Linienbus steht noch hier, ist aber nicht zu erkennen, dass dieser sich mal in einen Sanitärraum verwandeln wird. Der Stellplatz ist ganz nett, aber ein Gewusel von an- und abfahrenden Mobilen. Den R80 Fahrer haben wir kennen gelernt und ich denke man wird Ihn hier im Forum bald antreffen.
7. Tag Freiburg – Schweizer - Grenze Kanton Argau, Dintikon

Abfahrt in Freiburg, und strahlend blauer Himmel. So kann es weiter gehen. Knapp 70 km bis zur Grenze, und wir sind gespannt ob es klappt mit dem Tipp vom Jörg. An der Grenze fahren wir auf der LKW-Spur und Reihen uns ein, ohne große Wartezeit. Der Zollbeamte ist sehr freundlich, versteht aber gar nicht was wir wollen. Nach einigen Telefonaten kommt die Lösung. Nicht der Zoll ist zuständig für die Maut- und Schwerlastbefreiung, sondern der Grenzpolizist direkt an der Grenze. Ab durch den Zollbereich, zurück auf die Deutsche Seite und im zweiten Anlauf diesmal der Busspur folgend direkt an die Grenzstation. Der Grenzpolizist stellt sich erst nicht wissend, und meint so etwas gibt es nicht. Nachdem ich die Kopie von Jörg vorlege, geht es ganz schnell, und man stellt mir eine Befreiung aus. – Perfekt, Schweiz bereisen ohne Maut und Schwerlastgebühr.

Das Wetter ist Perfekt und wir bussen in den Kanton Argau zu Freunden, wo wir das Wochenende verbringen werden.
8. Tag Kanton Argau - Kanton Luzern

Heute geht es mit dem PKW und unseren Freunden als Tourguide durch die Schweiz. Das Wetter war leider wieder etwas bedeckt, aber eine sagenhafte schöne Landschaft.

Höhepunkt für heute hatte Frieda zum Schluss der Tour. Werner unser schweizer Freund erzählte, dass fast jede Waschstation auch eine Hundestation hätte. Ungläubig fuhren wir zu so einem Waschplatz und es ist kein Scherz. Dort gibt es eine Waschstation für Hunde mit allem drum und dran. Wir haben gleich mal ohne direktes Einverständnis unserer Hündin, dass große Programm gewählt. Einweichen – Schaumwäsche – Spülen – Spülung/Balsoam – absaugen – Fönen

Morgen Mittag heißt es wieder Abschied nehmen. Für uns geht es dann Richtung Bodensee, und vielleicht wieder mit Sonnenschein und blauem Himmel.

Kennt jemand schöne Stellplätze zwischen Konstanz -Radolfzell oder um Berlingen?

Sorge um meine Batteriekapazitäten konnte ich vermutlich auch lösen. Man sollte ab und an den Säurestand kontrollieren. Musste gute 5l dest. Wasser nachfüllen.
9. Tag zurück nach Deutschland – Konstanz – Bodensee

Was soll man schreiben. Die Sehnerven heute Vormittag aus dem Fenster gestreckt und am liebsten wieder unter die Bettdecke verkrochen. – Diesig, nebelig und Nieselregen. Also noch ein gemeinsames Frühstück mit unseren Freunden, und dann ab zurück nach Deutschland. Konstanz sind knapp 100km. Sealive und Innenstadt in Konstanz wollen wir besichtigen. Stellplatz soll es direkt in der Stadt geben. Allerdings wird dieser wie die ganze Stadt nicht als sehr Wohnmobilfreundlich beschrieben, und Stellplatzgebühren fallen pro Stunde an.

Über die Grenze finden wir auch gleich den Stellplatz, und können nur bestätigen was wir gelesen haben. Wir ändern unsere Pläne und entscheiden, dass wir weiter fahren und uns Richtung Radolfzell einen Stellplatz suchen, und am Montag Tagsüber Konstanz besuchen.

Bei Allensbach (halbe Strecke zwischen Konstanz und Radolfzell) soll es einen Stellplatz am Bodensee geben. – Dieser ist leider nicht vorhanden, bzw. hat der Campingplatzbetreiber neben dran uns freundlich hingewiesen, dass wir dort nicht mehr stehen dürften. Genauso wenig wie bei Ihm auf dem Platz. Ab dem 15. wäre alles geschlossen. – Also weiter, bzw. ein Stück zurück. Dort hatten wir noch ein Campingplatzschild gesehen.

Ist zwar auch schon geschlossen. Aber der Besitzer ist nett, öffnet uns die Schranke, und meinte, wenn es uns nicht stören würde, dass Restaurant schon zu sei, könnten wir gerne bei Ihm nächtigen. Direkt am See können wir uns breit machen. Strom bekommen wir auch noch. Außer uns ist noch eine Familie mit Ford Transit auf dem Platz und eben kommt noch ein Jogurtbecher. – Die Küche wird doch noch mal geöffnet und so gibt es gleich lecker Schnitzel und Bier. Der Betreiber ist ein ganz lustiger Vogel, sammelt nebenher alte Fahrzeuge und hält nichts von den üblichen Campingplatzregeln.

Der Platz ist sehr schön gelegen. In 250m Entfernung gibt es eine Haltestelle, so dass man im 30 min Takt nach Konstanz fahren kann. Wir werden also morgen noch einen Tag hier bleiben und die öffentlichen Verkehrmittel nutzen. – Übrigens teilte der Betreiber uns mit, das man hier nicht vorreservieren kann, und auch in der Saison immer ein Plätzchen bekommen würde.
10. Tag Konstanz

Kein Problem den Campingplatz findet man im Netz: www.camping-hegne.de.

Gestern Abend war es noch ganz lustig. Sitte auf dem Platz ist es wohl, das der Campingplatzbesitzer jeden Abend Lagerfeuer macht. Das tat er auch gestern, und dazu gab es Glühwein.

Heute haben wir uns nach Konstanz gemacht. Die Bahn fährt im 30min Takt und ist mit der Kurtaxe für Touristen frei. 5 min vom Bahnhof ist Sealive, dort waren wir zuerst. Danach sind wir noch durch Konstanz gelaufen. Hier kann man sich die Füße platt laufen. – Aber eine schöne Stadt.

Zurück auf dem Campingplatz genießen wir die Sonne, und haben schon mitbekommen, dass es auch heute Abend noch einmal Feuer gibt, auch wenn wir die letzten Gäste sind. Der Platz muss Winterfest werden, und die angefangenen Flaschen der Bar sollen noch leer werden.

Das kann lustig werden.

11. Tag Konstanz – Radolfzell

Nachdem das Weibsvolk sich auch aus den Betten geschält hatte, kam sogar die Sonne raus. Wir hatten den ganzen Tag blauen Himmel und Sonnenschein. Ein Tag für T-Shirt und kurze Hosen.

Wir haben uns dann langsam auf den Weg gemacht. Noch einen Zwischenstopp in Konstanz eingelegt und ein 30ah Ladegerät gekauft. Britta musste noch mal in einen kleinen Laden irgendein Schnäppchen erstehen. Dann ging es die B33 nach Radolfzell.

Der Stellplatz ließ sich leicht finden. Schön gelegen, aber mit einer unschönen Nebensache. Der Stellplatz ist belagert von ca. 10 großen und breiten Wohnwagen mit vielen Menschen die dunkle Haare haben und viel Goldschmuck tragen. Dazu eine riesige Kinderschar die den Rest des Platzes mit allerlei Spielzeug belagern. – Also weiter zum anderen Stellplatz. Dieser liegt auf der anderen Seite von Radolfzell an einem Sportplatz. Ein Parkplatz mit Stromanschluss, Ver- und Entsorgung, aber alles in allem ziemlich eng gehalten. Stellplatzgebühr für 24 Std. 8 Euro, Strom 0,5€ pro KW. Die Stadt ist fußläufig erreichbar. Die Sauna leider nicht.

Wir docken uns an der Stromstation ein, packen das neue Ladegerät aus, und nichts passiert. – Peter, Deine Kabeltrommel ist defekt. Also auf und eine neue Kabeltrommel gekauft. Dann funzt alles. Wir machen uns in die Stadt und erkunden Radolfzell. –Nette Stadt, aber auch nichts besonderes. Vielleicht bin ich auch noch etwas genervt wegen dem Minderheitenauflauf auf dem anderen Stellplatz. – Aber als wir zu unserem MobyDick zurück kommen, hebt sich meine Laune. Der Batteriecomputer sagt, die Batterien laden. Weggegangen sind wir bei 138Ah und nun sind es schon 245AH. So kann es weiter gehen.

Dafür spinnt gerade unser Kühlschrank. Gas ist zwar vorhanden, aber er will nicht zünden. – Schauen wir mal wie das morgen aussieht. Heute läuft er erstmal über 220Volt.

Heute Abend ist Jugendtraining auf dem Sportplatz angesagt. Wir haben lecker gekocht, und werden jetzt mal die Karten studieren, wo wir morgen weiter hinfahren.

12.Tag Radolfzell – (Weis)Schwarzwald – Rust

Ein Tag mit einigen Überraschungen war das. - Gestern noch in kurzer Hose & T-Shirt. Heute in der Sauna und Bodensee schwimmen. Nachmittags im Schnee gestanden, und nun Dank dem Tipp zum Abschluss auf dem Stellplatz vor dem Europa Park.

Nicht zu vergessen die kleinen technischen Defekte. Kühlschrank funktionierte heute Morgen wieder einbandfrei. Wollte vielleicht mal eine Pause vom Gas. Dafür spinnte die Heizung just in dem Moment an dem es zu schneien begann. – Ja richtig, der erste Schnee kam heute über uns, kaum eine halbe Stunde nachdem wir Radolfzell verlassen hatten. Und das blieb auch so, bis kurz vor Freiburg. Haben aber alles gut gemeistert, trotz Sommerreifen.

Die Sauna in Radolfzell ist durchaus empfehlenswert, auch wenn das Puplikum recht alt und spießig ist. Neben verschiedenen Saunen gibt es ein Dampfbad einen Außenpool mit gut funktionierenden Massagedüsen, sowie einen direkten Zugang zum Bodensee mit kleinem Strandabschnitt. Allerdings sau kalt– Meine Frauen hatten nicht soviel Glück mit Ihrem Outletcenter. Der war von Innen wohl lange nicht so groß, wie er von Außen erschien.

Gegen Drei ging es dann los, und wie schon geschrieben, begann es kurz nach Radolfzell erst mit Schneeregen, dann ging es mit Schneefall weiter. Dummerweise dauerte es einige Zeit bis unsere Truma mitspielte. Problematisch, weil wir keine Fahrzeugheizung oder Heizgebläse in der Front haben. Aber nach einigen Versuchen funktionierte auch die Heizung wieder, und wir genossen die Fahrt Richtung Freiburg am Titisee vorbei im Schnee.
Nun sind wir in Rust angekommen, und der Himmel ist auch schon aufgelockert. Knapp 15 weitere Wohnmobile stehen hier noch, und 3 Hartgesottene mit Zelten. Ich bin ein wenig überwältigt von den ersten Eindrücken zu dem Park. Kenne ich bis jetzt nur das Fantasialand, und das scheint zwei bis dreimal in den Europapark zu passen. – Ich glaube der Stefan hat schon recht, dass in einem Tag zu schaffen, könnte knapp werden. Deshalb wälzen wir jetzt erst einmal die Prospekte, und schmunzeln über unsere Tochter, die noch nicht so ganz realisiert hat, dass wir morgen dort auch rein gehen. Wenn die wüsste, dass auch noch Ihre Freundin morgen früh kommt …

14. Tag Europa Park – Kehl – Heimfahrt & Abschluss

So nun geht es langsam aber sicher dem Ende der Schwarzwaldtour zu. Gestern den Tag haben wir im Europa Park in Rust verbracht. – Ist ein wirklich guter Tipp gewesen und ein schöner Abschluss, besonders für unsere Tochter, vielen Dank hierfür. Man könnte wirklich zwei Tage in dem Park verbringen, aber auch in einem Tag sind die meisten Attraktionen zu schaffen. Sicherlich auch Jahreszeiten bedingt, hatten wir durchschnittlich knapp 20 min Wartezeit bei den großen Attraktionen. – Absoluter Hammer ist die Halloweendekoration in dem gesamten Park. Stellplatz ist ebenfalls gut und mit allem Komfort. Allerdings hat er auch seinen Preis. Wir haben von Mittwoch Nachmittag bis Donnerstag Abend stolze 32 Euro berappt.

Lilli war ziemlich aus dem Häuschen als morgens Ihre Freundin mit samt Familie vor dem Wohnbus stand. Gemeinsam hatten wir viel Spaß und haben abends spontan entschieden noch nicht heim zu fahren. Morgen geht es zum Tagesausflug nach Strassbourg. Dafür sind wir gestern Abend noch nach Kehl gefahren. – Stellplatz am Wasserturm für uns, und knapp 500 m davor in einem Hotel für Lillis Freundin und deren Familie.

Der Stellplatz fast 12 Wohnmobile, den letzten Platz am Eingang haben wir ergattert. Ist recht eng und wenn hier sechs Wohnbusse stehen würden, wäre es auch voll. Es gibt Ver- und Entsorgung und vier Stromanschlüsse. – Stellplatz, um Strassbourg ohne Fahrzeug zu besuchen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sollen nicht weit entfernt sein.

Gegen zehn, kamen die anderen aus dem Hotel, und wir brachen auf um Strassbourg zu erkunden. Die Busanbindung ist nicht ganz so nah wie erhofft, knapp 1km laufen bis zur Bushaltestelle der Linie 21. In Strasbourg noch einmal umsteigen in die Straßenbahn Linie -D-. Dann kommt man direkt ins Zentrum.

Sehenswert ist Strasbourg auf jeden Fall. Wir hatten mit dem Wetter nicht soviel Glück, und ich hatte das Pech, dass die Frauen ein riesiges Einkaufzentrum entdeckten. Naja, zumindestens war es darin nicht so kalt. Einen Markt haben wir auch noch entdeckt, auf dem allerlei Köstlichkeiten angeboten wurde. Ich wurde fündig und habe mir ein leckeres creolische Sandwich mit Hähnchenfleisch gegönnt.

Zum Abschluß haben wir dann noch einen großen französischen Supermarkt angesteuert, und uns mit allem eingedeckt, das man in Deutschland nicht bekommt. Absolutes muss, wenn man Spekulatiuskekse mag ist der Spekulatiusbrotaufstrich. – Hammer. Danach hieß es aber endgültig die Heimreise antreten. Ein wenig schweigsam und bedrückt ging es Richtung Wiesbaden, dass die schöne Tour endgültig zu Ende geht. Aufgeheitert hat uns aber unser MobyDick. Der ist gerannt wie sau. - 2700 Umdrehungen 108km/h. Um 23:00 Uhr haben wir dann zu Hause die Tür aufgeschlossen. Unser Hund hat uns ungläubig angeschaut und sich auf die Couch verdrückt. – Wir waren gleich wieder im Alltag. Die Nachbarn hatten zwar unsere Heizkörper aufgedreht, aber der Brenner war noch aus. Also war es zu Hause lausig kalt. Dazu noch Probleme mit dem Aquarium, dessen Filter während unserem Urlaub undicht wurde. – Willkommen zu Hause, willkommen Waschmaschine.
Zusammenfassung Schwarzwald – Schweiz – Bodensee Tour Herbst 2011


Das war kurz und bündig, bussen wie ich mir das Vorstelle. – Urlaub in Reinkultur.

Wir hatten absolut liebenswerte Reisebegleiter mit denen wir gerne jederzeit wieder auf Tour gehen möchten. Und wir hatten wirklich hilfreiche Tipps und Hilfestellungen aus dem Wohnbusforum. Dafür erst einmal ein großes Dankeschön.

Zu beginn hatten wir uns gar nicht groß vorbereitet, auch wenn wir das eigentlich vor hatten. Der Alltagsstress hatte uns dafür gar keine Zeit gelassen. Freitags das Fahrzeug gepackt und Samstags noch schnell zum Tüv und dann ab auf die Piste. – Den Schwarzwald wollten wir kennen lernen, eventuell in der Schweiz Freunde besuchen, und zu Beginn Britta und Peter treffen. Ein paar Ratschläge standen im Forum, einen Reisebericht aus einem anderen Wohnmobilforum hatten wir gelesen, und wir wussten dass es im Schwarzwald Schinken und Bommel gibt und Obstbauern diverse Obstwasser anbieten. – Das war es im großen Ganzen an Wissen und Vorbereitung. Der Rest sollte sich ergeben. - Und das hat es sich, trotz wechselhaftem Wetter und kleiner Defekte.

Wir haben ca. 2,5l diverser Obstwasser durchprobiert, zwei Flaschen Rum für Tee verbraucht, und auch das ein oder andere landestypische Bier verköstigt. Wenn es notwendig war, sogar im Whirlpool einer Sauna. Wenn mir noch einmal jemand sagt, ich sei ein Sammler, zeige ich die Bilder aus dem Fahrzeugmuseum zu Beginn unserer Tour. Vergessen werde ich auch nicht den leicht senilen Herrn, der uns Kilometerweit mit seinem Enkel hinterher fuhr, um sich nach unseren Fahrzeugen zu erkunden und zu fragen, ob wir ein Wandertheater seien. Oder den Schweizer Grenzbeamten, der fragte ob ich Pferde geladen habe und ich Ihm entgegnete, nein, lediglich drei Frauen. Worauf er antwortete, die müsse ich noch nicht verzollen, lediglich die Nerven behalten. - Lauter kleine nette Episoden von der Tour, die in Erinnerung bleiben, genauso wie der Wernerverschnitt vom Campingplatz am Bodensee, und der plötzliche Schneefall kurz nachdem wir am Bodensee noch in der Sonne gelegen haben.

Auch wenn das Wetter ziemlich durchwachsen war, haben wir wunderschöne Landschaften gesehen, und wurden alle paar Tage mit herrlichen Sonnentagen verwöhnt. – Am schönsten bleibt allerdings in Erinnerung wie wichtig die 14 Tage bussen für uns waren. Die räumliche Enge und alles zusammen zu erleben und bewerkstelligen hat uns mal wieder richtig gut getan, und Kraft für den Alltag gegeben, der nun mit dem Auspacken wieder Einzug hält. Aber nach unserem ersten Jahr mit Wohnbus, kann ich sagen, alles richtig gemacht, und zum Glück keinen Hymer gekauft.

Besonders in der Tour hervorheben und weiterempfehlen möchte ich folgende Punkte:

Zu Beginn Bad Herrenalb, nicht wegen dem Städtchen, das ist fein und sauber, aber nichts besonderes. Zumindestens haben wir es nicht gefunden. Aber der Stellplatz bei der Sauna ist ein schöner Ausgangspunkt für einen Tourstart, und auch das Fahrzeugmuseum in Marxzell sollte man besucht haben.

Stellplatz Bad Herrenalb: 76332 Bad Herrenalb
Unterhalb des Bahnhofes, direkt am Thermalbad

Ver- und Entsorgung
Kostenpflichtig

Die Schwarzwaldhochstraße ist problemlos für Wohnbusse befahrbar und die älteste deutsche
Touristenstraße. Man bewegt sich bis über 1000m Höhe oder durch schöne Täler. Es gibt einiges zu besichtigen und diverse Stellplatzmöglichkeiten.

Schiltach ist eine wunderschöne Fachwerkstadt. Ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Außerdem gibt es ein kostenfreies Museum, das die alten Handwerke des Ortes näher bringt.

Stellplatz Schiltach: 77761 Schiltach
Beschilderung Parkplatz Nr.1 folgen
Keine Entsorgung
Frischwasser, Strom auf Anfrage von der Gerberei,

Stellplatz liegt wunderschön am Fuße des Dorfes direkt an der Kinzig und ist für 48 Std. kostenfrei


Wer Freiburg besuchen möchte ist gut beraten mit dem Wohnmobilhafen in Freiburg. Nicht direkt im Zentrum, aber mit guter Anbindung ist der Betreiber außerdem sehr wohnbusfreundlich, und es gibt genügend Platz. Wer nicht ins www will, sollte nicht im Einfahrtsbereich parken.

www.stellplatz-freiburg.de


Der Campingplatz Hegne direkt am Bodensee mit Strand. Der Besitzer ist ein Unikat. Es gibt täglich Lagerfeuer, einen Imbiss & Kiosk, Sanitäranlagen, sowie Ver- & Entsorgung Für Ausflüge gibt es eine Bahnverbindung nach Konstanz oder Radolfzell/Singen alle 30 min, die kostenfrei mit bezahlen der Kurtaxe ist. In Konstanz gibt es ein Sea Live.

www.camping-hegne.de


Eurpopa Park Rust, nicht so richtig günstig. Wer aber Freizeitparks mag, muss hierher, wenn er das nicht schon war. Der Stellplatz bietet jeden Komfort. Saubere Sanitäranlagen, Restaurant & Kiosk, Ver- und Entsorgung. Man muss allerdings mit knapp 30 Euro pro 24 Std. rechnen. Eintritt in den Park 36€ pro Person. Kinder bis 11 Jahre 4€ günstiger. Zweitageskarte nochmals 5€ günstiger pro Person.

www.europapark.com


Noch ein Tipp zum Schluss, den wir von einem befreundeten Schönheitschirurgen haben: …mit dicken Batterien ist es wie mit dicken Brüsten. – Beide können viel Energie speichern und abgeben. Aber auf die richtige Wartung kommt es an. 8o